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27.09.09
FC Aegeri I - Team Aargau U21 4:3 (3:1)
 
Die Zuschauer hatten kaum auf der Tribüne Platz genommen, da jubelten die Aargauer bereits das erste Mal. Sekunden nach dem Anpfiff prallte der Ball im Strafraum der Gastgeber an die Hand eines Ägerer Verteidigers, Schiedsrichter Köbeli blieb nichts anderes übrig, als auf den Penaltypunkt zu zeigen. Ionita liess sich nicht zweimal bitten und schob sicher zum 0:1 ein. Die Ägeri-Fans waren geschockt, nicht so aber die Zuger selbst. Bereits 7 Minuten später wurde Gschwend im Aargauer 16er gefoult, und auch hier pfiff der Unparteiische ohne zu zögern. Wermelinger versenkte ebenso sicher wie vorher Ionita.

Starke Ägerer in Hälfte Eins
Nun konnte das Spiel wieder von neuem beginnen und Ägeri übernahm schnell das Spieldikat. In der 21. Minute lancierte Limacher in einer sehenswerte Angriffskombination Häusler, dieser liess für Rogenmoser abprallen, der schickte mit einem cleveren Steilpass den schnellen Lüönd. Dieser traf souverän aus spitzem Winkel zum Führungstreffer für die Bergler. Ägeri spielte weiterhin sehr aggressiv und schnell, das Team Aargau schien sichtlich überrascht vom Auftreten der Gastgeber. Oft konnten die Gäste das wirblige Ägerer Mittelfeld mit Rogenmoser, Häusler und Wermelinger nur mit Fouls stoppen. Und so kam der FC Ägeri zu einigen guten Aktionen aus Standardsituationen. Gschwends Kopfball in der 29. Minute nach einem Frei-stoss von Rogenmoser war aber zu ungenau. Besser machte es Captain Dario Häusler rund eine Minute später in einer praktisch identischen Situation. Sein Kopfball prallte unberechenbar auf dem harten Rasen auf und sprang unhaltbar ins Netz. Der Zweitore-Vorsprung ging zu diesem Zeitpunkt vollkommen in Ordnung. Die Gäste aus Aargau hatten noch nicht richtig ins Spiel gefunden und kamen nur vereinzelt vors Äge-rer Tor. Benitos Kopfball in der 38. Minute war die wohl gefährlichste Aargauer Chance, doch Torhüter Heinrich konnte den Ball über die Querlatte lenken.

Das Team Aargau hatte sich die Aufgabe in Ägeri wohl einfacher vorgestellt, die Gastgeber hingegen liessen sich vom katastrophalen Start nicht aus der Ruhe bringen und spielten eine äusserst kraftvolle und überzeugende erste Halbzeit.

Aargau reagiert eindrücklich
Wie zu erwarten war, stellte Aargau Trainer Jakovljevic sein Team für die Hälfte zwei um und brachte mit Buqai und Dätwyler neue Kräfte. Dies zeigte auch sofort Wirkung. Aargau kam wie ausgewechselt aus der Kabine. Die Gäste drehten auf, nahmen die Zweikämpfe an, kombinierten gefällig und spielten mit Druck auf das Ägerer Tor. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten: Mit einer Doublette in der 50. und 54. Minute brachte der eingewechselte Dätwyler sein Team wieder zurück ins Rennen. In der Folge spielte nur noch das Team Aargau. Ägeri wehrte sich zwar gegen die andauernde Druckphase mit Händen und Füssen. Dätwyler, Zeqiri und Buqai kamen zu etlichen guten Möglichkeiten. Doch es war nur dem glänzenden Torhüter Heinrich zu verdanken, dass dem 3:3 nicht schon bald das 3:4 folgte. Ägeri zog sich weiter zurück und versuchte mit allen Mitteln, das Unendschieden zu halten.

Glücklicher Siegestreffer
Überraschend und in keiner Weise absehbar war dann auch der "Lucky Punch" von Dario Häusler 12 Minu-ten vor Spielende. Nach einem Eckball köpfelte der Ägerer Captain zum frenetisch umjubelten Siegestreffer ein. Kurz vor dem Abpfiff hätte Gschwend sogar noch zum 5:3 erhöhen können, doch sein Abschluss traf nur die Latte.

Aufgrund der starken zweiten Halbzeit von Aargau und der erfolgreichen Aufholjagd vom 3:1 zum 3:3 und den anschliessenden grossen Chance ist der Sieg für Ägeri sicher als glücklicher zu bewerten. Doch natürlich nahm Trainer Brugnoli die drei Punkte gerne an: "Wir spielten eine starke erste Halbzeit, verhielten uns aber danach ziemlich naiv. Der Siegstreffer ist sicher glücklich, doch das ist halt Fussball."
 
Download: Matchbericht FC Aegeri I - Team Aargau U21
 
Autor: fro

 

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